WordPress Gutenberg-Blöcke sind modulare Inhaltselemente, mit denen Seiten und Beiträge im WordPress-Block-Editor aufgebaut werden. Jeder Block steht für einen bestimmten Inhaltstyp, etwa Text, Bild, Video, Schaltfläche oder Tabelle, und kann unabhängig von anderen Blöcken positioniert, gestaltet und bearbeitet werden. Der folgende Artikel beantwortet die häufigsten Fragen rund um den Gutenberg-Editor und erklärt, wann welche Art von Blöcken sinnvoll ist.
Wie funktioniert das Gutenberg-Prinzip in WordPress?
Das Gutenberg-Prinzip basiert auf einem visuellen, blockbasierten Ansatz: Statt in einem einzigen Textfeld zu arbeiten, setzt man Seiteninhalte aus einzelnen, unabhängigen Blöcken zusammen. Jeder Block lässt sich separat auswählen, verschieben, duplizieren und löschen, ohne andere Inhalte zu beeinflussen. Das Ergebnis ist eine strukturierte, übersichtliche Seite, die ohne Programmierkenntnisse aufgebaut werden kann.
Konkret funktioniert der Gutenberg-Editor so: Wer auf einer Seite oder in einem Beitrag auf das Plus-Symbol klickt, öffnet eine Blockbibliothek. Dort stehen Dutzende vorgefertigte Blöcke zur Auswahl. Nach dem Einfügen erscheint jeder Block in einem eigenen Bereich mit einer zugehörigen Werkzeugleiste und einer Seitenleiste mit Einstellungen. Farben, Abstände, Ausrichtung und weitere Eigenschaften lassen sich direkt im Editor anpassen, ohne zwischen Bearbeitungs- und Vorschaumodus wechseln zu müssen.
Dieses Prinzip macht Gutenberg besonders für Redakteure und Unternehmen attraktiv, die regelmäßig Inhalte pflegen, ohne dabei auf Entwickler angewiesen zu sein.
Welche Arten von Gutenberg-Blöcken gibt es?
WordPress Gutenberg-Blöcke lassen sich in mehrere Kategorien einteilen: Text-Blöcke für Absätze, Überschriften und Listen, Medien-Blöcke für Bilder, Videos und Galerien, Design-Blöcke für Spalten, Trennlinien und Abstände sowie Widget-Blöcke für Kalender, Suche oder Social Icons. Dazu kommen Einbettungs-Blöcke für externe Inhalte wie YouTube-Videos oder Google Maps.
Im Einzelnen decken die nativen WordPress-Blöcke folgende Bereiche ab:
- Text: Absatz, Überschrift, Liste, Zitat, Code, Tabelle, Klassiker
- Medien: Bild, Galerie, Audio, Video, Cover, Medienbibliothek
- Design: Spalten, Gruppe, Zeile, Stapel, Trennlinie, Abstand, Button
- Widgets: Kurzcode, Archiv, Kalender, Kategorien, Suche, Soziale Icons
- Einbettungen: YouTube, Vimeo, Twitter, Spotify, Google Maps und viele weitere Plattformen
Plugins können diese Bibliothek erheblich erweitern. Bekannte Block-Plugins wie Kadence Blocks, GenerateBlocks oder Spectra fügen spezialisierte Blöcke für Akkordeons, Testimonials, Preistabellen oder Formulare hinzu.
Was ist der Unterschied zwischen Gutenberg und dem Classic Editor?
Der wesentliche Unterschied liegt im Bearbeitungskonzept: Der Classic Editor arbeitet mit einem einzigen WYSIWYG-Textfeld, ähnlich wie ein Textverarbeitungsprogramm. Gutenberg hingegen zerlegt Inhalte in einzelne Blöcke, die unabhängig voneinander bearbeitet und angeordnet werden. Das gibt Gutenberg einen deutlich größeren Gestaltungsspielraum bei Seitenlayouts.
Praktisch bedeutet das: Im Classic Editor lassen sich zwar Texte formatieren und Bilder einfügen, komplexe Layouts mit mehrspaltigen Bereichen oder visuellen Abschnitten erfordern jedoch oft zusätzlichen HTML-Code oder Page-Builder-Plugins. Gutenberg löst diese Aufgabe nativ, ohne externe Tools.
Ein weiterer Unterschied betrifft die Zukunftssicherheit. Der Classic Editor wird von WordPress offiziell nicht mehr aktiv weiterentwickelt. Gutenberg ist die strategische Richtung des WordPress-Projekts und wird kontinuierlich ausgebaut, unter anderem um das sogenannte Full Site Editing, das die blockbasierte Bearbeitung auf Kopfzeile, Fußzeile und andere Template-Bereiche ausdehnt.
Was sind wiederverwendbare Blöcke und wann lohnen sie sich?
Wiederverwendbare Blöcke, seit WordPress 6.0 als „Muster“ weiterentwickelt, sind gespeicherte Block-Kombinationen, die an mehreren Stellen einer Website eingesetzt werden können. Eine Änderung am Original wirkt sich automatisch auf alle Instanzen aus. Sie lohnen sich immer dann, wenn derselbe Inhalt auf mehreren Seiten erscheinen soll.
Typische Anwendungsfälle sind:
- Call-to-Action-Bereiche, die auf mehreren Unterseiten identisch erscheinen sollen
- Kontaktformular-Blöcke, die in verschiedene Beiträge eingebettet werden
- Hinweisboxen oder Disclaimer-Texte, die sich gelegentlich ändern
- Teaser-Bereiche für Produkte oder Dienstleistungen
Der praktische Vorteil: Muss ein solcher Inhalt aktualisiert werden, genügt eine einzige Änderung im Block-Editor. Alle Seiten, die diesen Block verwenden, zeigen sofort den neuen Inhalt. Das spart Zeit und verhindert Inkonsistenzen, gerade bei größeren Websites mit vielen Unterseiten.
Können Gutenberg-Blöcke das Seitenlayout beeinflussen?
Ja, WordPress Gutenberg-Blöcke können das Seitenlayout direkt beeinflussen. Blöcke wie „Spalten“, „Gruppe“ oder „Cover“ ermöglichen mehrspaltige Strukturen, farbige Hintergrundbereiche und überlagerte Texte, ohne eine Zeile Code schreiben zu müssen. Mit Full Site Editing lässt sich sogar das gesamte Template einer Seite blockbasiert gestalten.
Besonders der Spalten-Block ist dabei zentral: Er unterteilt einen Bereich horizontal in zwei, drei oder mehr Spalten, in die wiederum beliebige andere Blöcke eingefügt werden können. Kombiniert mit dem Gruppen-Block, der Blöcke mit einem gemeinsamen Hintergrund oder Abstand versieht, entstehen strukturierte Sektionen, die früher nur mit einem Page-Builder oder individuellem CSS möglich waren.
Allerdings hat der native Gutenberg-Editor im Vergleich zu spezialisierten Page-Buildern wie Elementor oder Divi noch Grenzen bei sehr komplexen Layouts. Für anspruchsvolle Designanforderungen empfehlen sich entweder Block-Plugins oder eine professionell entwickelte WordPress-Seite, bei der ein Entwickler die Layoutstruktur vorgibt.
Wann sollte man eigene oder Plugin-Blöcke statt nativer Blöcke nutzen?
Plugin-Blöcke oder individuell entwickelte Blöcke sind dann sinnvoll, wenn die nativen WordPress-Blöcke funktionale oder gestalterische Anforderungen nicht erfüllen. Das ist typischerweise der Fall bei komplexen interaktiven Elementen, branchenspezifischen Layouts oder Inhalten, die spezielle Datenstrukturen erfordern.
Konkrete Situationen, in denen Plugin-Blöcke oder eigene Blöcke Vorteile bieten:
- Akkordeons und Tabs: Für FAQ-Bereiche oder strukturierte Inhaltsnavigation
- Preistabellen: Für übersichtliche Vergleichsdarstellungen im E-Commerce oder bei Dienstleistungen
- Testimonial-Blöcke: Für Kundenstimmen mit Foto, Name und Bewertungssternen
- Fortschrittsbalken oder Animationen: Für visuell ansprechende Darstellungen von Kompetenzen oder Projektstatus
- Individuelle Datenbankabfragen: Wenn Blöcke dynamisch Inhalte aus benutzerdefinierten Feldern oder externen Quellen laden sollen
Bei der Wahl eines Block-Plugins sollte man auf aktive Pflege, gute Bewertungen und schlanken Code achten. Zu viele Block-Plugins können die WordPress-Performance belasten, wenn sie umfangreiche Skripte auf jeder Seite laden, auch dort, wo die Blöcke gar nicht verwendet werden. Qualität vor Quantität ist hier die richtige Devise.
Wie WP-Profi bei der Arbeit mit Gutenberg unterstützt
Als WordPress-Agentur mit langjähriger Erfahrung begleiten wir Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bei der professionellen Umsetzung ihrer WordPress-Projekte, von der initialen Konzeption bis zur laufenden Pflege. Im Kontext des Gutenberg-Editors bedeutet das konkret:
- Wir entwickeln individuelle Gutenberg-Blöcke, die exakt auf die Anforderungen Ihres Unternehmens zugeschnitten sind.
- Wir bauen Seitenlayouts auf, die Redakteure im Alltag eigenständig und ohne Programmierkenntnisse bearbeiten können.
- Wir wählen Block-Plugins sorgfältig aus und achten dabei auf Performance, Sicherheit und Wartbarkeit.
- Wir schulen Ihr Team im Umgang mit dem Block-Editor, damit Sie Inhalte effizient pflegen können.
- Über unsere WordPress-Wartungspakete stellen wir sicher, dass Editor, Blöcke und Plugins stets aktuell und sicher bleiben.
Ob Neuprojekt, Überarbeitung einer bestehenden Website oder gezielter Support bei technischen Fragen: Sprechen Sie uns an. Nutzen Sie unseren kostenlosen Website-Check als ersten Schritt und erfahren Sie, wo Ihre WordPress-Seite Potenzial hat.
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