Ein WordPress-Backup ist eine vollständige Kopie aller Daten einer WordPress-Webseite, die im Notfall zur Wiederherstellung genutzt werden kann. Es ist unverzichtbar, weil WordPress-Seiten täglich Angriffen, technischen Fehlern und menschlichen Irrtümern ausgesetzt sind, die ohne aktuelle Sicherung zu dauerhaftem Datenverlust führen können. Die folgenden Abschnitte beantworten die wichtigsten Fragen rund um WordPress-Datensicherung, Speicherorte und Wiederherstellung.
Welche Daten werden bei einem WordPress-Backup gesichert?
Ein vollständiges WordPress-Backup sichert zwei Hauptkomponenten: alle Dateien im WordPress-Verzeichnis sowie die zugehörige Datenbank. Nur wenn beide Teile gesichert sind, lässt sich eine Webseite vollständig wiederherstellen. Ein reines Datenbank-Backup oder ein reines Datei-Backup ist in den meisten Fällen unzureichend.
Im Einzelnen umfasst ein vollständiges Backup folgende Bestandteile:
- WordPress-Kerndateien: Die Systemdateien der WordPress-Installation selbst
- Theme-Dateien: Das aktive Design sowie alle installierten Themes
- Plugin-Dateien: Alle installierten Erweiterungen inklusive deren Konfigurationsdateien
- Medien-Uploads: Bilder, PDFs, Videos und sonstige hochgeladene Dateien im Ordner wp-content/uploads
- Datenbank: Alle Inhalte wie Seiten, Beiträge, Kommentare, Benutzerkonten, Einstellungen und Beziehungen zwischen Inhalten
Bei WooCommerce-Shops kommen zusätzlich Produktdaten, Bestellungen, Kundendaten und Zahlungsinformationen hinzu, die ebenfalls in der Datenbank gespeichert sind. Gerade für Online-Shops ist ein lückenloses Backup deshalb besonders kritisch.
Wie oft sollte man ein WordPress-Backup erstellen?
Die Häufigkeit eines WordPress-Backups richtet sich nach der Aktualisierungsfrequenz der Webseite. Eine Unternehmensseite, die sich selten ändert, kommt mit wöchentlichen Backups aus. Für aktive Blogs, WooCommerce-Shops oder Seiten mit regelmäßigen Inhaltsaktualisierungen empfehlen sich tägliche Sicherungen, bei Shops mit hohem Bestellvolumen sogar mehrmals täglich.
Als Faustregel gilt: Das Backup sollte so häufig erstellt werden, dass der Verlust der zwischenzeitlich entstandenen Daten für das Unternehmen akzeptabel ist. Wer täglich neue Produkte einpflegt oder mehrere Blogbeiträge pro Woche veröffentlicht, kann sich keine wochenlange Datenlücke leisten.
Darüber hinaus sollte vor jedem größeren Eingriff manuell ein Backup erstellt werden, also vor:
- WordPress-Core-Updates
- Plugin- oder Theme-Updates
- Umfangreichen Designänderungen
- Migrationen auf einen neuen Server
Wo sollte ein WordPress-Backup gespeichert werden?
Ein WordPress-Backup sollte niemals ausschließlich auf demselben Server gespeichert werden, auf dem die Webseite läuft. Wird der Server kompromittiert, beschädigt oder gelöscht, ist das Backup genauso verloren wie die Webseite selbst. Der Speicherort muss physisch vom Webserver getrennt sein.
Bewährte externe Speicherorte sind:
- Cloud-Speicher: Dienste wie Google Drive, Dropbox oder Amazon S3 bieten zuverlässige externe Ablage
- Lokale Speichermedien: Eine externe Festplatte oder ein NAS-System im eigenen Büro
- Dedizierter Backup-Server: Ein separater Server bei einem anderen Anbieter
Für maximale Sicherheit empfiehlt sich die sogenannte 3-2-1-Regel: drei Kopien der Daten, auf zwei verschiedenen Medientypen, davon eine außerhalb des primären Standorts. Wer Wert auf Datenschutz legt, sollte darauf achten, dass Backup-Daten auf Servern innerhalb der EU gespeichert werden, um die Anforderungen der DSGVO zu erfüllen.
Was ist der Unterschied zwischen manuellem und automatischem Backup?
Der wesentliche Unterschied liegt in der Zuverlässigkeit und im Aufwand. Ein manuelles Backup wird aktiv vom Webseitenbetreiber oder Administrator durchgeführt, ein automatisches Backup läuft nach einem festgelegten Zeitplan ohne weiteres Zutun im Hintergrund. In der Praxis scheitern manuelle Backups häufig daran, dass sie vergessen oder aufgeschoben werden.
Manuelles Backup
Beim manuellen Vorgehen exportiert man die Datenbank über phpMyAdmin und lädt alle Dateien per FTP herunter. Dieser Prozess ist fehleranfällig, zeitaufwendig und setzt technisches Grundverständnis voraus. Er eignet sich vor allem als einmalige Sicherung vor einem konkreten Eingriff, nicht als dauerhaftes Sicherungskonzept.
Automatisches Backup
Automatische Backups werden in der Regel über spezialisierte Plugins oder den Hosting-Anbieter eingerichtet. Sie laufen nach Zeitplan, speichern die Sicherung an einem definierten externen Ort und senden bei Bedarf eine Bestätigung per E-Mail. Dieses Vorgehen ist für den produktiven Betrieb einer Unternehmenswebseite der einzig verlässliche Standard. professionelle WordPress-Wartung beinhaltet automatische Backups als festen Bestandteil.
Wie stellt man eine WordPress-Seite aus einem Backup wieder her?
Die WordPress-Wiederherstellung aus einem Backup erfolgt in zwei Schritten: Zuerst werden die gesicherten Dateien auf den Server zurückgespielt, dann wird die Datenbank importiert. Die genaue Vorgehensweise hängt davon ab, welches Backup-System verwendet wurde, ist aber in jedem Fall vor dem Ernstfall zu testen.
Der typische Ablauf bei einer manuellen Wiederherstellung sieht so aus:
- Alle aktuellen Dateien auf dem Server sichern oder löschen
- Die gesicherten Dateien per FTP auf den Server hochladen
- Die Datenbank über phpMyAdmin leeren und die gesicherte SQL-Datei importieren
- Die Datenbankverbindungsdaten in der Datei wp-config.php prüfen
- Die Webseite aufrufen und auf Fehler testen
Wer ein Backup-Plugin wie UpdraftPlus oder Duplicator verwendet, kann die Wiederherstellung direkt aus dem WordPress-Backend starten, sofern das Backend noch erreichbar ist. Bei einem vollständigen Serverausfall ist jedoch häufig ein manuelles Eingreifen auf Serverebene notwendig. Genau deshalb sollte der Wiederherstellungsprozess nicht erst im Notfall zum ersten Mal durchgeführt werden. Regelmäßige Testwiederherstellungen in einer Staging-Umgebung sind empfehlenswert.
Reicht das Backup des Hosting-Anbieters für WordPress aus?
Das Backup des Hosting-Anbieters ist ein nützliches Sicherheitsnetz, reicht aber allein nicht aus. Die meisten Anbieter erstellen tägliche oder wöchentliche Snapshots, stellen diese jedoch nicht immer kostenlos zur Verfügung, begrenzen den Aufbewahrungszeitraum und übernehmen keine Garantie für die Vollständigkeit oder Aktualität der Sicherung. Die Verantwortung für die eigene Datensicherung liegt beim Webseitenbetreiber.
Konkrete Einschränkungen von Hosting-Backups:
- Backup-Intervalle entsprechen oft nicht dem tatsächlichen Bedarf
- Wiederherstellungen sind häufig kostenpflichtig oder nur auf Anfrage möglich
- Kein Schutz bei kontoweiten Problemen wie Zahlungsrückständen oder Anbieterwechseln
- Keine Kontrolle darüber, was genau gesichert wird und wo die Daten liegen
Ein eigenes, unabhängiges Backup-System ergänzt das Hosting-Backup und schließt diese Lücken. Wer auf Nummer sicher gehen will, kombiniert beide Ansätze und stellt sicher, dass Backups regelmäßig auf einen externen Speicherort übertragen werden.
So hilft WP-Profi beim Thema WordPress-Backup
Ein professionelles Backup-Konzept aufzusetzen und dauerhaft zu betreiben, kostet Zeit und technisches Know-how. Wir übernehmen das vollständig für Sie, damit Sie sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren können.
Im Rahmen unserer WordPress-Wartungspakete bieten wir unter anderem:
- Tägliche automatische Backups Ihrer WordPress-Seite oder Ihres WooCommerce-Shops
- Externe Speicherung auf Servern in Deutschland, DSGVO-konform
- Schnelle Wiederherstellung im Fehlerfall, auch an Wochenenden und Feiertagen über unseren Notfallsupport
- Regelmäßige Updates für Core, Plugins und Themes, jeweils mit vorherigem Backup
- Firewall und Malware-Schutz als zusätzliche Sicherheitsebene
Unsere Pakete starten bereits ab 14 Euro monatlich und lassen sich flexibel an den Bedarf Ihrer Webseite anpassen. Wenn Sie wissen möchten, wie gut Ihre aktuelle WordPress-Seite abgesichert ist, nutzen Sie unseren kostenlosen WordPress-Check oder buchen Sie direkt einen Termin mit unserem Team.
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